the end of a perfect day

die amerikanische rocklegende lou reed ist tot. der musiker, der in den 60er jahren zusammen mit dem waliser john cale die band the velvet underground gegründet hatte und auch als solokünstler musikgeschichte geschrieben hat, ist am sonntag im alter von 71 jahren an den folgen einer lebertransplantation gestorben, die er sich im frühjahr unterzogen hatte.

der 1942 in brooklyn geborene musiker hatte enormen einfluss auf generationen von musikern. er öffnete die rockmusik in richtung avantgarde und punk, zum experimentellem theater, zur kunst, literatur und zum film. untersützung erhielten reed und the velvet underground in dieser zeit von pop-art-künstler andy warhol. über warhol kam die band auch mit der deutschen sängerin nico zusammen, mit der sie 1967 ihr debütalbum und mittlerweile weltbekanntes werk the velvet underground & nico mit warhols coverdesign, der berühmten banane, aufnahmen.

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die von großstadterfahrungen geprägten texte reeds über sex, gewalt und drogen, kombiniert mit dem hang des bassisten cale zu klangexperimenten, ergaben den charakteristischen düster-schrägen sound der band.

lou reed verkörperte wie kaum ein anderer musiker die kulturszene in downtown manhattan in den 1960er und 1970er jahren. massenpopularität erlangte der gitarrist und singer-songwriter aber erst 1972 als solokünstler mit dem von david bowie produzierten album transformer.

zuletzt widmete er sich verstärkt neuen projekten und arbeitete mit künstlern, theater- und filmemachern wie robert wilson, wim wenders und julian schnabel sowie mit der band metallica zusammen.

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die zeit sei furchtbar schnell vergangen, hatte reed noch jüngst in einem interview gesagt. „wie konnte das passieren? das hört nie auf, mich zu verwundern. gerade war ich doch noch 19.“

1992 sprach reed einmal über seine alkohol- und drogenprobleme. „ich habe versucht, von den drogen loszukommen, indem ich getrunken habe“, sagte er damals. „das hat nicht geklappt.“

schon wieder geht eine wirklich verdammt große legende. danke lou reed for your walk on the wild side.

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