bier trinkende, verheiratete schwulenhasser

die neue suchfunktion „actual facebook graph searches“ soll personalisierte informationen liefern, indem man der suchmaschine fragen stellt, die nutzer kompromittieren können. der britische web-entwickler tom scott gehört zu der noch relativ kleinen gruppe der facebook-user, die bereits zugriff auf die sogenannte graph search haben und deckt auf, wie gefährlich und heikel dieses vorhaben des konzerns ist, der keine intimsphäre kennt.

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so findet graph search 100 personen, die verheiratet sind und prostituierte mögen. ebenso gefunden werden firmen, deren angestellte rassismus für richtig halten. die amerikanische luftwaffe ist genauso darunter wie mcdonald’s. die schnittmenge aus alleine lebenden frauen, die in scotts nähe wohnen, sich für männer interessieren und sich gerne betrinken, erreicht ebenfalls über 100 einträge.

skurill aber wahr: mehr als 100 facebook-nutzer mögen die gegen die schwulenheirat eingestellte „focus on the family“-organisation, gleichzeitig aber auch den schwulen und sogar mit nachwuchs gesegneten schauspieler neil patrick harris.

facebook selbst äußerte sich gegenüber dem britischen guardian mit den worten, graph search verändere die existierenden privatsphäreneinstellungen der nutzer nicht. es zeige nur das, was an anderer stelle der website zu sehen sei, je nachdem, was nutzer teilen würden.

das mag technisch korrekt sein, allerdings erschließt eine vernünftige suchmaschine informationen viel schneller und leichter als eine manuelle suche. ein obskures posting, von dem man glaubt, dass es niemend sieht, kann so an unerwünschten stellen auftreten.

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ich frage mich zum abertausendsten mal, wann diesem verbrecherischen konzern endlich das handwerk gelegt wird und kann die dummheit der user einfach nicht verstehen, die diesem unternehmen nach wie vor die stange halten und denen ihre privatsphäre scheinbar wirklich völlig egal ist, da sie ihre intimen daten nach wie vor freudestrahlend mit einem gefällt-mir-gesicht an die banditen zuckerberg & co. verkaufen.

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3 Antworten zu bier trinkende, verheiratete schwulenhasser

  1. crosa schreibt:

    Ich gestehe, ich habe Facebook genutzt 🙂 Unterm Strich war es für mich eine gute Möglichkeit mit einer Menge Leute die ich nur 1-2x im Jahr irgendwie in Deutschland treffe in Kontakt zu bleiben. Doch immer mehr hat mich an dem Dienst genervt. Eine Art Internet im Internet hat sich gebildet. Nicht, frei und auch nicht mit guten Absichten. Die Graph-Suche war für mich dann der Todesstoß. Ich halte das für unsagbar gefährlich. Der Herr Zuckerberg wird diese Daten irgendwann verkaufen, er wird sie an Geheimdienste weitergeben, an Regierungen. Und ich glaube Menschen werden deshalb sterben, oder zumindest wird ihnen mächtig viel Leid zugefügt werden. Und das Bankkonto wird wachsen, das von Herrn Zuckerberg.

    Und ich ? Mir gehts besser ohne Facebook 🙂 weniger digitaler Dünnschiß, mehr Freizeit. Und wieder mehr Zeit für Blogs, denn die sind der bessere Teil des Internets….

    • herr axel schreibt:

      das hast du genau richtig gemacht, mein lieber. ich kann mir vorstellen, wie du deine neue freiheit geniesst, wenn ich auch nicht ernsthaft daran glaube, dass deine daten nicht für alle ewigkeit beim fratzenbuch gespeichert sind. freue mich aber, dass du clean bist.

      • crosa schreibt:

        Ja, irgendwo sind die bestimmt noch gespeichert, da gebe ich dir recht. Aber ich hab alles getan was ich konnte 🙂

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