die logik des krieges – ein bekenntnis

ich gebe zu, angesichts der grauenvollen massaker assads an seinem eigenen volk befand auch ich mich als freund des friedens und der gerechtigkeit lange in einer gewaltigen zwickmühle. sollte man die syrische opposition unterstützen? notfalls mit waffengewalt? sollte man pazifistisch argumentieren und damit riskieren, dass assad sich durchsetzt? hat die syrische opposition wirklich die menschenrechte im auge oder wird hier nur eine diktatur von der anderen abgelöst? vielleicht dieses mal eine diktatur, die dem westen genehmer sein wird? kann ich der medienberichterstattung in deutschland trauen? und welche interessen verfolgen die nato-mächte im nahen osten? die lage ist kompliziert. sehr kompliziert. dennoch halte ich es für weiser und ehrlicher, meine lang anhaltende unsicherheit zuzugeben als mit scheinbarer sicherheit in die falsche richtung zu rennen.

dennoch hat sich meine meinung und meine einstellung zu diesem wirklich brisanten thema nun gefestigt. ausgelöst letztendlich durch eine aussage von ferhad ahma, beiratsmitglied und einer der hauptinitiatoren von adopt a revolution am 03.12.2012 im deutschlandfunk dlf:

“ich glaube, um schnellstmöglich einen sturz des regimes herbeizuführen, brauchen die rebellen nach wie vor effiziente und bessere waffen. ansonsten wird dieser kampf sich noch in die länge ziehen.“

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wer mich kennt, der weiss, dass es mir stets darum geht, zivile kräfte zu mobilisieren, zu stärken und wenn nötig auch zum zivilen ungehorsam aufzurufen. doch dieser aufruf darf nie zum einfallstor zu einer militärischen option werden.  eine militärische intervention darf nie als mittel zur wahl stehen. dies wäre alles andere als eine zivile demokratisierung. so schwierig und kompliziert die angelegenheit in syrien auch ist: im vordergrund muss immer die dialogbereitschaft stehen. ohne militär. ohne waffengewalt. ohne deutsche patriot-raketen. auch wenn dies sehr steinig ist mit einem wirtschaftssystem, das auf konflikt abzielt und mit einer globalen elite, die an kriegen prächtig verdient. mit waffen lässt sich kein frieden schaffen. zu keiner zeit und auf auf keinem ort dieser erde. wir brauchen eine logik des friedens und keine logik des krieges.

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