zwietracht frankfurt

natürlich wurde der deutsche fußball seit jeher von gewaltbereitschaft begleitet und vermutlich gibt es kaum einen verein, der von sich behaupten kann, keine radikalen randgruppen in seinen fanblöcken sitzen oder stehen zu haben. sicher sind auch meine zecken vom millerntor nicht alle engel. auch dass sich insbesondere der rechtradikalismus vorwiegend in den ostdeutschen stadien breit gemacht hat in der jüngsten vergangenheit ist nicht wirklich eine neuigkeit. wir haben ja gesehen, wie die pauli-fans beim hass-derby in rostock mit raketen, böllern und brennenden fackeln attackiert wurden, was nun als strafe ein geisterspiel in rostock zur folge hat.

doch weit gefehlt wer diesen gewaltbereiten rechtsradikalismus rein dem deutschen osten in die fußballschuhe schieben will. im westdeutschen frankfurt beim fußballverein der eintracht haben deren sogenannte ultras ein klima geschaffen, das seines gleichen sucht. fakten? gerne: die fangesänge von den tribünen „schiri nach auschwitz!“. der aufruf auf der homepage der frankfurter fans „pfalzüberfall 2010 – schlachtfest in kaiserslautern“, der in einer massenschlägerei endete. der angriff von 50 eintracht-anhängern auf fans von bayer leverkusen in einer offenbacher kneipe. der sturm von 40 eintracht-fans auf das stadiongelände nach ankunft der mannschaft vom verlorenen auswärtsspiel in mainz. die entlassung des trainers friedhelm funkel, der von den fans aus dem verein gemobbt wurde. die aussage eines stürmers der eintracht was nach einem trainerwechsel sich nun verändert habe: „früher war hitlerjugend und jetzt ist es korrekt“.

am kommenden montag kommt die eintracht frankfurt ans millerntor nach st. pauli, wo wie in rostock nazis auf antifaschisten treffen werden. natürlich drücke ich meinen kiezkickern die daumen und dieser sieg wäre enorm wichtig vor der winterpause. dennoch habe ich einfach keine lust auf diesen politisierten fußball, der von den rechtsradikalen vereinen in friedliche stadien eingebracht wird. ich denke, das banner wie das folgende zeigt, wie die fans der eintracht ticken und das hat für mich nichts mehr mit fußball zu tun und ich frage mich, warum der deutsche fußballbund nicht interveniert und manchen vereinsführungen die eintrittsgelder wichtiger sind als sich von fremdenfeindlichen, menschenverachtenden und gewaltbereiten fans zu distanzieren.

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5 Antworten zu zwietracht frankfurt

  1. crosa schreibt:

    *seufz* ich besitze leider kein Fußballgen und tu mich verdammt schwer dem ganzen etwas ab zu gewinnen. Gewalt kotzt mich generell an. Erklärbar wird das ganze vermutlich nur mit dem Herdentrieb. Allerdings ist der erstmal politisch neutral. Ich bin echt gespannt wie das Problem in gelöst werden soll.

    Gestern scheint es ja auch in Nürnberg auch ein paar schlechte Verlierer gegeben zu haben.

    • herr axel schreibt:

      ich glaube, da musst du nicht wirklich ein fußballgen besitzen, weil das mit fußball nichts mehr zu tun hat, wenn die stadien als politikplattform benutzt werden. von mir aus könnte und sollte man solche vereine wie hansa rostock oder eintracht frankfurt einfach vom spielbetrieb sperren, wenn so offensichtlich ist, dass die anhänger durch die bank rechtsradikal sind.

  2. bibr schreibt:

    Nee klar, das Fehlen von „linken“ Fans bedeutet automatisch, dass alle Nazis sind.

    Wie viele Zuschauer gehen Woche für Woche zur Eintracht? 40.000 vielleicht, 25.000 davon mit Dauerkarte. Und das sollen alles Rechtsradikale sein? Jau.

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